08 Feb So bleiben Sie fit im Büro!

So bleiben Sie fit im Büro

Trotz eines stärker werdenden Bewusstseins der Gesellschaft für Ihre Gesundheit wird Bewegung noch zu sehr als Ergänzung zum Alltag gesehen. Dabei sollte Bewegung unser Alltag sein. Denn, wenn Bewegung nur im Fitnessstudio, zu festen Trainingszeiten und in geordneten Strukturen verläuft, geht unserem Körper viel verloren. Er degeneriert und wird besser in dem was er macht – im Nicht- Bewegen. Unser Körper ist jedoch nicht dafür geschaffen, um sich nicht zu bewegen, über mehrere Stunden in der gleichen Position zu sein und dann aus dem nichts mit Sport konfrontiert zu werden. Wollen wir gesund und ohne Einschränkungen bis ins hohe Alter kommen, dann müssen wir jeden Ort als “Trainingsfläche” sehen – egal, ob das Büro, die Wohnung oder unterwegs.

Bewegung im Alltag wirkt sich stärker auf die Gesundheit aus als gelegentlich eine Stunde Sport

Wer sich im Alltag mehr bewegt, tut nachweislich mehr für seine Fitness und Herz-Kreislauf-Gesundheit als diejenigen, die sich den ganzen Tag nicht bewegen und anschließend eine Stunde zum Sport gehen. Forscher der Indiana University um Saurabh Thosar fanden heraus, dass bereits Spaziergänge von fünf Minuten das Krankheitsrisiko erheblich senken. Für unseren Körper ist nämlich nicht allein die Gesamtmenge an Bewegung wichtig, sondern vor allem Abwechslung. Das bedeutet, dass Sie viele verschiedene Bewegungsmuster in Ihren Alltag integrieren sollten.

Dies können zu Beginn schon einfache Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen sein und später verschiedene Bewegungsübungen für Mitarbeiter. Zudem profitieren vor allem die Gelenke, die Wirbelsäule – denn diese sind für Bewegung gemacht – und die passiven Strukturen unseres Körpers von mehr und abwechselnder Bewegung. Ein Aspekt, der in der heutigen leistungs- und ästhetikorientierten Gesellschaft oftmals vernachlässigt wird.

Warum der Stehtisch-Trend das Problem nicht löst

Wie zu Beginn erwähnt, wird unsere Gesellschaft immer sensibler für die Themen Bewegung und Gesundheit. Ebenso sickern die Risiken von zu langem Sitzen allmählich in unser Bewusstsein. Bereits nach einer Stunde Sitzen nehmen, mehreren Studien zufolge, die Gefäßfunktionen um bis zu 50 Prozent ab. Nun zeigen erste Studien positive Auswirkungen des im Stehen-Arbeitens. Doch auch dieser Trend ist mit Vorsicht zu genießen, denn es wäre fatal von stundenlangem Sitzen zu stundenlangem Stehen zu wechseln. Damit würde das Problem nämlich nur verschoben. Jede Haltung, die über einen längeren Zeitraum eingehalten wird, ist schädlich. Es ist also ganz egal, ob acht Stunden gesessen oder gestanden wird. Das Schwarzweiß-Schema, wonach Sitzen schlecht und Stehen gut ist, hält auch der Pathophysiologe Christoph Anders vom Uniklinikum Jena für viel zu einfach: “Grundsätzlich ist jede Zwangshaltung über längere Zeit schädlich”. Deshalb ist es neben wechselnden Haltungen ebenso wichtig hin und wieder ein paar Bewegungsübungen für Mitarbeiter in den Arbeitsalltag einzubauen.

Abwechslung und Regelmäßigkeit lautet das Geheimnis

Das Ziel sollte also ganz klar ein ausgeglichenes Wechselspiel zwischen Belastungs- und Entspannungsphasen sein, denn lange in einer Position zu verharren, ob sitzend, stehend oder hockend ist der wirkliche “Gesundheits-Killer”. Schaffen Sie also verschiedene Varianten, die der Körper den Tag über durchläuft. Dadurch verlassen Sie nicht nur um einiges energiegeladener das Büro, sondern beheben auch viele Probleme, wie zum Beispiel Schmerzen und Haltungsschäden.

Effektive Maßnahmen für mehr Bewegung im Büro:
  • Körperhaltung regelmäßig verändern (sitzend, stehend, gehend, hockend etc.) – ca. alle 20 Minuten
  • Dynamisches Sitzen: häufiges Wechseln der Sitzposition auf dem Stuhl
    (Man unterscheidet eine vordere, mittlere und hintere Sitzhaltung. Ein Stuhl mit beweglicher Sitzfläche und Rückenlehne ermöglicht das)
  • Drucker, Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Snackbox soweit wie möglich vom Arbeitsplatz entfernt aufstellen
  • in der Mittagspause auswärts essen statt liefern lassen
  • Treppe statt Fahrstuhl benutzen (nach dem Motto “Burn calories, not electricity!”)
  • Fünf Minuten aktive Pause – ca. alle 60 Minuten

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