24 Jul Führungskräftetraining für starke Unternehmen

Diese Fähigkeiten sollte jede Führungskraft trainieren

Führungskräftetraining zahlt sich um ein Vielfaches aus

Zufriedene, gesunde und fleißige Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Unternehmens. Ohne die richtigen Führungskräfte läuft allerdings nichts. Sie sind wie Alphatiere oder Mannschaftskapitäne, die dafür Sorge tragen, dass ihr Team den gewünschten Erfolg erzielt. Das Führungsverhalten spielt dabei eine wesentliche Rolle, da es im engen Zusammenhang mit der Zufriedenheit und Gesundheit seiner Belegschaft steht. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Führungsverhalten erheblichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, das psychische Befinden, die körperliche Gesundheit, die Arbeitszufriedenheit und den Krankenstand hat. In zahlreichen Unternehmen konnte zudem nachgewiesen werden, dass Führungskräfte Ihren Krankenstand mitnehmen.

Führungskräfte beeinflussen den Krankenstand ihrer Mitarbeiter

Einmal erkannt, ließe sich durch entsprechendes Führungskräftetraining erhebliche Kosten sparen. Doch die Realität sieht oft anders aus. In der Unternehmenspraxis zeigt es sich immer wieder, dass häufig die Besten eines Fachbereichs zu Führungskräften erhoben werden. Was dabei nicht bedacht wird, dass die Führungsrolle weitaus mehr Fertigkeiten abverlangt als nur eine gute Expertise  und einen hohen  IQ.

Dazu gehören vor allem Softskills, die persönliche, soziale und methodische Kompetenzen umfassen. Diese Skills sind jedoch in den seltensten Fällen Bestandteil der Grundausbildung. Kompetente Führungskräfte fallen auch nicht vom Himmel. Um so wichtiger ist es, die erforderlichen Führungskompetenzen regelmäßig zu evaluieren und zu trainieren. Führungskräftetraining und -entwicklung gehören daher zu den wichtigsten Themen in kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen. Es lohnt sich nicht nur für die Führungskraft selbst, sondern für jeden einzelnen Mitarbeiter, das Team und das gesamte Unternehmen! Aktuellen Schätzungen zufolge lässt sich der ROI durch Führungskräftetraining sogar bis über 200% steigern. Im Führungskräftetraining liegt somit einer der wichtigsten Ansatzpunkte für betriebliche Gesundheitsförderung und unternehmerischen Erfolg.

Führungskräfteentwicklung lohnt sich für das gesamte Unternehmen

Doch was macht überhaupt eine gute Führungskraft aus? Welche Qualitäten zeichnet sie aus und sollten trainiert werden, damit sich die Mitarbeiter wohl fühlen und ihre Tätigkeiten sorgfältig und engagiert verrichten?

Auf der Basis von aktuellen Untersuchungen und unseren Erfahrungen mit erfolgreichen und weniger erfolgreichen Führungskräften haben wir die wichtigsten Kompetenzen für eine effektive und gesunde Führung in Unternehmen zusammengestellt.

TOP Fähigkeiten, die jede Führungskraft besitzen und trainieren sollte

1. Selbstführung

Selbstführung ist die Grundvoraussetzung für effektive Führung. Nur wer dazu in der Lage ist, sich selbst zu führen, ist auch in der Lage, andere Menschen in die gewünschte Richtung zu bewegen. Doch was bedeutet Selbstführung? Selbstführung bedeutet, Dinge aktiv in die Hand zu nehmen, sowie Ziele, Träume und Wünsche selbstbestimmt zu verfolgen und gegen externe und interne Widerstände mit entsprechenden Strategien abzuschirmen. Jemand, der sich selbst führen kann, besitzt ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen, mentaler Stärke, Reflektionsfähigkeit und selbstregulativer Fähigkeiten im Umgang mit eigenen Denkmustern und Emotionen. Um sich in eine Richtung zu bewegen, bedarf es der Fähigkeit, zielgerichtet zu steuern statt sich steuern zu lassen.

Hinzu kommt die Vorbildfunktion einer jeden Führungskraft. Wer von seinen Mitarbeitern Verhaltensweisen abverlangt, die er selbst nicht lebt, verliert an Glaubwürdigkeit und Einfluss. Menschen folgen anderen nicht, weil sie dazu verpflichtet sind, sondern weil sie durch Überzeugungen und Taten inspiriert werden. Mitarbeiter zu motivieren funktioniert demnach nur über das eigene Vorbild.

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2. Gesunder Lebensstil

“Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts” (Schopenhauer). Das gilt in allen Lebensbereichen – so auch im Unternehmen. Körperliche, psychische und soziale Gesundheit und Wohlbefinden sind die Grundvoraussetzung für Arbeitseffizienz und Produktivität. Wer den Krankenstand (AU-Tage) und krankheitsbedingte Kosten senken möchte, sollte zuallererst bei sich selbst beginnen – bei seinen Einstellungen und Verhaltensgewohnheiten. Hierbei gilt es nicht allein, dies zu wissen, sondern dies auch (vor)zu leben.

Nur wer seine eigene Gesundheit als hohen Wert schätzt und sich ausreichend bewegt, regeneriert und nährstoffreich versorgt, wird dies auch bei seinen Mitarbeitern mit entsprechenden BGM Maßnahmen fördern. Zudem haben gesundheitsbewusste Führungskräfte ein niedrigeres Risiko, einen Herzinfarkt oder Burnout zu erleiden – jene gefürchteten, aber allgegenwärtigen Langzeiterkrankungen, die mit den höchsten Kosten für Unternehmen verbunden sind.

3. Kommunikationsfähigkeit

Kommunikation ist das mächtigste Instrument, um Menschen zu bewegen. Die Kommunikationsfähigkeit gehört daher zu einer der wichtigsten Fähigkeiten von Führungskräften. Einfach dargestellt  gibt es immer einen Sender, der eine Nachricht sendet und einen bzw. mehrere Empfänger, die diese Nachricht aufnehmen müssen. Einfacher gesagt als getan. Denn genau hier kommt es immer wieder zu Missverständnissen und Konflikten. Dabei spielt weniger eine Rolle, WAS gesendet wird, als vielmehr WIE die Nachricht versendet und vom Empfänger aufgenommen wird. Kommunikationspsychologe Schulz von Thun differenziert in seinem Vier-Seiten-Modell vier unterschiedliche Ebenen, auf denen Nachrichten verstanden werden können. Dazu gehören die:

  1. Sachebene “Worüber ich informiere”
  2. Selbstoffenbarung “Was ich selbst von mir kundgebe”
  3. Beziehungsebene “ Was ich von dir halte und wie wir zueinander stehen”
  4. Appell “Wozu ich dich veranlassen möchte“

Missverständnisse und Konflikte entstehen diesem Modell nach immer dann, wenn die Kommunikationspartner eine Nachricht auf unterschiedlichen Ebenen senden und empfangen. Je unterschiedlicher die Mitarbeiter, desto herausfordernder ist es, diese zu erreichen und nicht misszuverstehen – denn Mitarbeiter sprechen “verschiedene Sprachen”. Jede Führungskraft sollte daher in der Lage sein, nicht nur die richtigen Kommunikationskanäle zu nutzen, sondern die Nachrichten je nach Ziel (z.B. Infobrief oder Feedbackgespräch) und Empfänger angemessen zu formulieren, aber auch richtig zu verstehen. Klare und sachliche Formulierungen sowie die Fähigkeit des aktiven Zuhörens haben sich dabei als besonders positiv zur Steigerung des Engagement von Mitarbeitern herausgestellt. Kommunikative Fähigkeiten helfen zudem, die eigenen Mitarbeiter besser kennenzulernen. Damit ist nicht gemeint, wann sie Geburtstag oder welchen Abschluss sie haben, sondern vielmehr, welche Menschen sich hinter den Namen und Gesichtern verbergen: wie sie leben, was sie bewegt, wovon sie träumen, welche Interessen sie haben UND welche “Sprache” sie sprechen.

4. Persönlichkeitsentwicklung

Die Persönlichkeit einer Führungskraft hat erheblichen Einfluss auf dessen Führungsverhalten. Um so spannender ist die Frage, welche Persönlichkeitsmerkmale besonders ausgeprägt sein sollten, um erfolgreich zu führen. Dazu lohnt sich ein Blick auf das bekanntes psychologische Modell für Persönlichkeitsmerkmale, das Big Five oder auch 5-Faktoren-Modell zu werfen. In wissenschaftlichen Studien konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen und einer effektiven Führung nachgewiesen werden. Besonders günstig wirkt es sich auf die Mitarbeiter und den Unternehmenserfolg aus, wenn Führungskräfte folgende Merkmale stark ausgeprägt haben:

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  1. Extraversion (gesellig, kontaktfreudig) – am wichtigsten!
  2. Gewissenhaftigkeit (effektiv, organisiert)
  3. Offenheit für Erfahrungen (erfinderisch, neugierig)
  4. schwach ausgeprägter Neurotizismus (selbstsicher, ruhig)
  5. Verträglichkeit (kooperativ, freundlich, empathisch) – nur schwacher Zusammenhang

Der stärkste Zusammenhang zeigte sich bei Extraversion und Gewissenhaftigkeit – gerade in Zeiten zunehmender Agilität und flexibler Arbeitsmodelle zwei äußerst relevante Faktoren, um den Überblick und eine gute Beziehung zu seinen Mitarbeitern zu bewahren. Jedoch besteht genau an diesem Punkt oftmals das Problem: wenn die besten Fachexperten zu Führungskräften bestimmt werden, diese jedoch introvertierte Persönlichkeiten sind und den Kontakt zu Menschen scheuen. Kein Wunder, wenn die Motivation und Arbeitsleistung der Mitarbeiter aufgrund von zu wenig Feedback und Anerkennung sinkt.

Ein ausgeprägtes Interesse und Sympathie für seine Mitarbeiter zeichnen die besten Chefs dieser Welt aus. Kontaktfreudige und kommunikative Chefs kennen ihre Mitarbeiter und geben ihnen genau das, was sie für optimale Ergebnisse benötigen: regelmäßiges Feedback, Wertschätzung, Anerkennung (Lob), Mitbestimmungsmöglichkeiten und soziale Unterstützung.

Fazit

Die Persönlichkeit und das Verhalten von Führungskräften haben einen direkten und indirekten Einfluss auf die Zufriedenheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Führungskräftetraining und -entwicklung gehören daher zu den wichtigsten Ansatzpunkten betrieblicher Gesundheitsförderung und unternehmerischen Erfolgs. Die wichtigsten Themen für erfolgreiche Führungskräfte sind: Selbstführung, gesunder Lebensstil, Kommunikationsfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Regelmäßiges Führungskräftetraining zahlt sich um ein Vielfaches aus – für die Führungskraft selbst sowie für jeden einzelnen Mitarbeiter, das Team und das gesamte Unternehmen!

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Eric Garton bringt es auf den Punkt und zeigt anhand seiner beeindruckenden Forschungsergebnisse, wie sehr sich die Faktoren Zeit, Talent und Energie auf die Produktivität eines Unternehmens auswirken. In diesem Sinne: Work smarter, not harder!

Hier geht es zum Artikel von Eric Garton im Harvard Business Review –> https://hbr.org/2017/01/hrs-vital-role-in-how-employees-spend-their-time-talent-and-energy